Zur Lesbarkeit vor Angebotsbedingungen

8. Oktober 2019Dr. Peter Schotthöfer

Die deutsche Telekom hatte in Zeitungsanzeigen für ein besonderes Angebot geworben. Erläuterungen waren in Fußnoten in einer 5,5 Punktschrift abgedruckt.

Die Schrift war nach Auffassung der Richter des OLG Köln ohne Hilfsmittel nicht lesbar. Deswegen gaben sie der Klage eines Verbrauchervereins statt, der gerügt hatte, dass die Schrift zu klein und damit die Anzeige irreführend sei.

Die Richter gaben aber auch zu erkennen, dass für die Erläuterung von Angeboten nicht generell eine Schriftgröße von mindestens 6.0 vorgeschrieben sei. Im vorliegenden Fall habe es sich um eine Zeitungsanzeige gehandelt. Es sei daher schon vorab zu erkennen gewesen, dass der Text in den Fußnoten wegen der Qualität des Zeitungspapieres nicht oder kaum lesbar sein würde.

OLG Köln vom 15.7.2011; Az. 6 U 59/11

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