Weitere Tipps zur Zwangsvollstreckung 2013

8. April 2013

RA Michael RohrlichIm Anschluss an meinen Beitrag “Praxis-Tipps zum neuen Zwangsvollstreckungsrecht” möchte ich an dieser Stelle noch ergänzende Hinweise sowie hilfreiche Links mit weiteren Informationen bzw. Antrag-Formularen des Bundesjustizministeriums veröffentlichen.

Zunächst ist zu sagen, dass meine vorgeschlagene Antrag-Reihenfolge (1. Abnahme der Vermögensauskunft bzw. Antrag auf Abnahme der erneuten Vermögensauskunft, 2. Pfändung und Verwertung, 3. Vorpfändung) natürlich nicht zwingend oder in jedem Fall anwendbar ist. Oft ist es natürlich sinnvoll, den Antrag auf Pfändung und Verwertung an erste Stelle zu setzen, gefolgt von der Vorpfändung und – im Falle der Ergebnislosigkeit – Abnahme der Vermögensauskunft. Das ist in jedem Fall individuell zu entscheiden und hängt primär davon ab, wie es um die Situation des jeweiligen Schuldners bestellt ist. Zwar haben die Gerichtsvollzieher mittlerweise erweiterte Möglichkeiten, Informationen einzuholen. Auf der anderen Seite sind sie nun noch stärker an den Willen bzw. die Anträge des Gläubigers gebunden, so dass man inzwischen also sehr detaillierte Vorgaben hinsichtlich des Ablaufs der Zwangsvollstreckung machen kann.

Im Hinblick auf die Einholung von Auskünften bei Dritten ist zu sagen, dass dies zwar enorm praktisch ist, aber durchaus recht kostspielig werden kann, weil man hier die Gebühren für die Auskünfte und die entsprechenden Gerichtsvollzieherkosten zu zahlen hat. Nicht selten ist eine selbstständige Einholung solcher Auskünfte ggf. schneller und günstiger.

Um die Antragstellung zu vereinfachen, hat das BMJ auf seinen Seiten eine FAQ-Sammlung sowie Antrag-Formulare im PDF-Format veröffentlicht:

Michael Rohrlich

Michael Rohrlich

Alle Blogbeiträge

 

Teilen Sie diesen Beitrag:
facebooktwitterfacebooktwitter
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blogtotal
TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste
Foxload