Urheberrecht einer Website

7. Dezember 2018Florian Steiner

Eine deutsche Schülerin lud ein Foto eines Reisemagazins herunter, nutzte es für einen Vortrag und veröffentlichte es auf der Website der Schule.

Der Foto­graf – der nicht um Erlaubnis gefragt worden war – verlangte Unterlassung und Schadenersatz. Das Einstellen einer Fotografie auf einer Website, die zu­vor auf einer anderen Website veröffentlicht worden war, stellt ein “Zugäng­lichmachen“ im Sinne der Urheberrechtsrichtlinie dar. Das Foto sei einem neuen Publikum zugänglich gemacht worden, obwohl der Urheber, der Foto­graf, ursprünglich nur an die Veröffentlichung im Reisemagazin gedacht hatte. Der EuGH sah darin die Verletzung des Urheberrechtes des Fotografen. Wäre die Verbindung des Fotos durch einen Hyperlink von der neuen Website zur Schulwebsite hergestellt worden, wäre dagegen nichts einzuwenden gewe­sen.

EuGH vom 7.8.2018; Az. C -161/17

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