Kein Waschmittel im Briefkasten

30. Oktober 2018Florian Steiner

Ein amerikanischer Waschmittelhersteller versandte an mögliche deutsche Kunden Werbebriefe, in denen sich Probepäckchen eines Flüssigwaschmittels befanden.

Nach eigenen Angaben des Herstellers konnte es Hautreizungen und Augenschäden verursachen und sei deswegen unbedingt außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. Nach Auffassung des LG Frankfurt war diese Aktion unzulässig. Hausbriefkästen seien oft für Kinder zugänglich. Waren, die nicht in die Hände von Kindern gelangen dürften, hätten daher in Briefkästen nichts zu suchen. Außerdem müsse das Flüssigwaschmittel bzw. dessen Reste oft als Sondermüll entsorgt werden. Wer deswegen das Waschmittel nicht nutzen wolle, müsse sich selbst um die entsprechende Entsorgung kümmern. Verbraucher, die deswegen den Hersteller aufgefordert hatten, die Probepäckchen wieder abzuholen, seien abgewiesen worden.

LG Frankfurt am Main vom 14.8.2018; Az. 3-06O8/18

Teilen Sie diesen Beitrag:
facebooktwittergoogle_plusfacebooktwittergoogle_plus
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Blogtotal
TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste
Foxload