„Ich bin dann mal weg“ darf nicht für Reiseportal werben

1. Juni 2017Dr. Peter Schotthöfer

Das Buch mit dem Titel „Ich bin dann mal weg“ war ein Bestseller und hat sich millionenfach verkauft. Der Betreiber der Reiseportale „weg.de“ und „ferien.de“ warb mit diesem Slogan ungefragt für seine Portale.

Das gefiel dem Verlag des Buches natürlich nicht und deswegen kam es zu einem Rechtsstreit. Das OLG Köln bestätigte zunächst, dass der Titel “Ich bin dann mal weg“ ein bekannter Titel im Sinne des Markenrechtes und damit geschützt sei. Dass es sich dabei eigentlich um allgemeine Begriffe aus der Umgangssprache handele, ändere daran nichts. Das Reiseportal versuche die Sogwirkung des bekannten Titels zu nutzen, um von seiner Anziehungskraft, seinem Ruf und seinem Ansehen ohne jede finanzielle Gegenleistung und ohne eigene Anstrengungen zu profitieren und an der Aufmerksamkeit teilzuhaben.

OLG Köln vom 5.12.2014; Az. 6 U 100/14

Rechtsanwalt Dr. Peter Schotthöfer, München

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