Achtung! Einbruchszeit – Unterversicherung Hausrat

6. August 2015

RAin LindhoferHäufig kommt es bei Einbruchsdiebstählen oder auch Wasserschäden, in denen die Hausratversicherung in Anspruch genommen wird, zu bösen Überraschungen. Die Versicherung kürzt die Entschädigungsleistung ganz massiv, weil eine Unterversicherung vorliegt.

Der größte Fehler wird dabei vom Versicherungsnehmer gemacht, indem er sich zwar bemüht den Wert der versicherten Gegenstände zu bestimmen, aber vom Zeitwert und nicht vom Neuanschaffungswert ausgeht. Der Neuanschaffungswert, der auch tatsächlich der Entschädigungswert ist, ist aber der Wert, der im Versicherungsvertrag versichert ist. Wenn also die Versicherungssumme bestimmt werden muss und auch später im Schadensfalle vom Versicherer nachgeprüft wird, muss immer vom aktuellen Anschaffungswert des gesamten Hausrates, der vorhanden ist, ausgegangen werden. Dazu zählen im Übrigen auch Tapeten und Bodenbeläge! Am klügsten wäre es, den Versicherungsvertrag dahingehend zu überprüfen, dass ein Unterversicherungsverzicht mit der Versicherung vereinbart wird. Ansonsten bestünde noch die Möglichkeit, den Versicherer aufzufordern, die Versicherungssumme zu schätzen. Auch dann wären Sie auf der sicheren Seite, wenn Kürzungen später vorgenommen werden, denn die falsche Schätzung muss sich der Versicherer dann zurechnen lassen. Spätestens beim Umzug in ein neues Heim oder gar in eine neue Immobilie sollte man dokumentieren, dass seitens der Versicherung der Versicherungswert richtig geschätzt wird. Dabei sind auch Wertgegenstände unbedingt anzugeben, z.B. Schmuck, Bargeld, Bilder, Kunstgegenstände etc., die im Übrigen auch nur bis zu einem bestimmten Wert versichert sind. Auch darauf sollte man achten.

gez. Rechtsanwältin Lindhofer

Gabriele Lindhofer

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