Produktbewertung von Oma, Onkel und Tante etc.

31. Juli 2018Florian Steiner

Ein Sport– und Fitnessgerätehändler hatte auf seiner Website mit angeblichen Kun­denbewertungen geworben, in denen sich ein Freund,

ein Praktikant oder die Mutter des Händlers positiv über die Geräte äußerten. Das LG München I fand daran nichts Wettbewerbswidriges. Der durchschnittlich informierte, situationsbedingt aufmerksa­me und verständige Durchschnittsverbraucher wisse, dass es sich bei derartigen Bewertungen nicht um Ergebnisse einer objektiven Prüfung handelt. Die Verkehrs­kreise wüssten, dass von diesen Bewertungen keine vollkommene Objektivität und Neutralität erwartet werden könnten. Auch sei nicht ersichtlich, dass ein Verbraucher nur wegen der zahlreichen Bewertungen von Nahestehenden davon abgehalten wird, eine Kaufentscheidung zu treffen.

LG München I; Az. 17 HKO 10637/17

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