Neben Veranstalter haftet auch Reisebüro für Katalog

20. August 2018Florian Steiner

Ein Reisebüro hatte den Katalog eines Veranstalters verteilt, in dem sich Verstöße gegen die Preisangabenverordnung befanden.

Ein Verband ging aber nur gegen das Reisebüro mit einer Klage vor. Das OLG Frankfurt war der Meinung, dass sowohl der Veranstalter als auch das Reisebüro für den Verstoß in Haftung genommen werden könnten. Gegen wen der Verband sich wende, bleibe ihm überlassen.

 Zwar habe das Reisebüro im vorliegenden Fall keine eigenen Anzeigen und keinen eigenen Prospekt gestaltet, dennoch habe es den Katalog in seinem eigenen Interesse verwendet. Das Reisebüro habe sich so einen eigenen Katalog erspart und damit das Risiko übernommen, dass sich darin Wettbewerbsverstöße befinden. Wer eine fremde Dienstleistung vermittele, könne diese entweder mit eigenen Werbemitteln wie Anzeigen oder Prospekten anbieten oder sich des Materials des Veranstalters bedienen. In letzterem Fall mache man sich dieses Material zu eigen und hafte daher in gleicher Weise wie für eigenes Material.

 

OLG Frankfurt vom 21 12. 2017; Az. 6 U 18/17

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