MFM Empfehlungen nur bei einfachen Lichtbildern anwendbar

6. Februar 2018Dr. Peter Schotthöfer

Wenn es darum geht, zu ermitteln, welche Beträge als Schadenersatz z.B. für eine ohne Genehmigung des Urhebers verwandte Fotografie zu bezahlen sind, werden häufig die so genannten MFM – Empfehlungen zurate gezogen (MFM = Mittelstandsgemeinschaft Foto Marketing).

Nach Auffassung des OLG Hamm findet dies keine Anwendung, wenn es um die Bewertung einfacher Lichtbilder, insbesondere privater Personen geht. Diese Empfehlungen gelten regelmäßig dann nicht, wenn es sich nicht um professionell hergestellte Lichtbilder von Berufsfotografen mit hoher Qualität handelt, sondern um Lichtbilder einfacher Qualität, die von Amateuren erstellt wurden.

In Betracht kommt aber in diesen Fällen eine Schätzung auf der Basis der MFM – Empfehlungen, wobei ein Abschlag von 60 Prozent von den in den Empfehlungen genannten Zahlen zu machen ist.

OLG Hamm vom 13.2.2014; Az.  22 U 98/13

Rechtsanwalt Dr. Peter Schotthöfer, München

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