Linksetzender haftet nicht unbedingt für verlinkte Seite

7. März 2018Dr. Peter Schotthöfer

Ein Orthopäde hatte auf seiner Website einen Link zu einer anderen Seite gesetzt, die sich ebenfalls mit Akupunkturbehandlung beschäftigte.

Auf dieser Seite fanden sich einige aus wettbewerbsrechtlicher Sicht zu beanstandende Passagen. Das OLG Köln entschied nun, dass der Orthopäde für diese Passagen nicht haften müsse. Eine Haftung komme nur in Betracht, wenn sich für den unbefangenen Betrachter der Eindruck ergibt, der Werbende identifiziere sich mit dem Inhalt der Seite, zu der er verbunden habe. Dies sei aber hier nicht der Fall gewesen. Allein aus dem Setzen eines Links könne noch nicht geschlossen werden, dass der Linksetzer sich die fremden Inhalte ganz oder teilweise auch inhaltlich zu eigen mache. Dafür gebe es im vorliegenden Fall keine Anhaltspunkte.

OLG Köln vom 19.2.2014; Az. 6 U 49/13

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